Hartz-IV-Aufstockung: Der Antrag auf aufstockende Leistungen

Die Zahl der Geringverdiener in Deutschland ist trotz Mindestlohn hoch. Als solche gelten Arbeitnehmer, die nicht mehr als zwei Drittel des mittleren Einkommens verdienen. Dieses wird jährlich in Deutschland neu berechnet.

Um dennoch nicht unter die Armutsgrenze zu rutschen, besteht die Möglichkeit, eine Hartz-4-Aufstockung per Antrag zu erhalten. Dieser ist bei der zuständigen Agentur für Arbeit einzureichen. Doch wer hat eigentlich einen Anspruch auf die Sozialleistungen?

Hartz-4-Aufstockung: Per Antrag erhalten Geringverdiener zusätzlich zu ihrem Lohn Leistungen vom Jobcenter.

Hartz-4-Aufstockung: Per Antrag erhalten Geringverdiener zusätzlich zu ihrem Lohn Leistungen vom Jobcenter.

Dieser Frage widmet sich der nachfolgenden Ratgeber. Sie erfahren, wann der Antrag für Hartz-4-Aufstocker sinnvoll erscheint, welche Zusatzleistungen Geringverdiener erwarten können und was in dem Antrag auf Aufstockung durch Hartz IV enthalten sein sollte.

Wann können Sie einen Antrag auf Aufstockung stellen?

Die Grenze zwischen Normal- und Geringverdiener ist nicht immer leicht erkennbar. Viele Arbeitnehmer wollen ihren Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln finanzieren, auch wenn Sie damit gerade einmal knapp über die Runden kommen.

In vielen Branchen hält sich das Vorurteil, dass ein Arbeitnehmer als ALG-2-Beziehender mehr Geld zur Verfügung hätte als durch die monatliche Arbeitsleistung. Diese These kann nicht immer widerlegt werden.

Daher besteht die Möglichkeit, eine Hartz-IV-Aufstockung per Antrag zu erhalten und zusätzlich zum Gehalt Leistungen vom Jobcenter zu beziehen. Im Grunde hat jeder Geringverdiener einen Anspruch darauf.

Bedenken Sie: Bei einem Antrag auf Hartz-4-Aufstockung wird nicht nur Ihr Einkommen einbezogen. Leben Sie in einer Bedarfsgemein­schaft, so spielen auch die Einkünfte aller Mitglieder eine wesentliche Rolle wenn ermittelt wird, ob ein Anspruch auf aufstockende Leistungen besteht.

Aufstockung von Hartz IV per Antrag: Welche Leistungen werden gewährt?

Aufstockende Leistungen beantragen: Wenden Sie sich an das zuständige Jobcenter.

Aufstockende Leistungen beantragen: Wenden Sie sich an das zuständige Jobcenter.

Die Berechnung, wie viel ein Hartz-4-Aufstocker nach erfolg­reichem Antrag bekommt, gestaltet sich durchaus kompliziert.

Unterschiedliche Faktoren spielen eine Rolle. Neben der Bedarfs­gemeinschaft ist auch ein möglicher Mehrbedarf zu überprüfen.

Dieser kann beispielsweise bei Alleinerziehenden bestehen. Aber auch Krankheiten, die eine bestimmte Ernährung oder teure Medikamente erfordern, können zusätzliche Leistungen begründen. Wird für die Hartz-IV-Aufstockung ein Antrag gestellt, werden all diese Punkte überprüft.

Grundsätzlich lässt sich die Errechnung folgendermaßen erklären: Es wird ermittelt, wie hoch der Leistungsanspruch des Arbeitnehmers wäre, wenn er ALG II beziehen würde. Dieser Regelsatz wird dann dem Gehalt gegenübergestellt.

Ergibt sich daraus ein Differenzbetrag, wird dieser als aufstockende Leistung gewährt und monatlich an den Antragsteller ausgezahlt.

Übrigens: Eine Hartz-IV-Aufstockung per Antrag kann auch zusätzlich zur Rente gewährt werden, damit ältere Menschen nicht unter Altersarmut zu leiden haben.

Aufstockende Leistungen beantragen: So gehen Sie vor

Zählen Sie also zu den Geringverdienern, so kann sich daraus ein Anspruch auf zusätzliche Leistungen nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II) ergeben. Um die Hartz-IV-Aufstockung zu erhalten, ist ein Antrag vonnöten.

Dieser wird an das zuständige Jobcenter gerichtet. Er entspricht dem normalen Antrag auf Leistungen zur Lebenssicherung nach dem SGB II. Der Antragsteller muss dabei eine Vielzahl an Angaben in das Dokument eintragen. Dieses Schriftstück können Sie vorgefertigt beim Jobcenter erhalten.

Anschließend müssen Sie dort alle zur Berechnung eines Bedarfes relevanten Angaben eintragen. Dazu gehören beispielsweise: Wohnsituation, monatliches Einkommen, möglicher Mehrbedarf oder Vermögensverhältnisse.

Ist für die Hartz-4-Aufstockung der Antrag eingegangen, so wird dieser in der Regel innerhalb der nächsten vier Wochen bearbeitet. Eine rückwirkende Zahlung der Zusatzleistungen zur Aufstockung ist nicht möglich. Es zählt immer der Tag der Antragsstellung.

Sind Sie nicht sicher, ob Sie neben Ihrer beruflichen Tätigkeit einen Anspruch auf zusätzliche Leistungen vom Jobcenter haben, so können Sie sich an entsprechende Beratungsstellen wenden oder einen Termin mit dem Jobcenter vereinbaren. Im Rahmen der Beratungsgespräche kann geklärt werden, inwiefern Sie leistungsberechtigt sind oder nicht.

Hinterlassen Sie hier einen Kommentar. Beachten Sie vorher unsere Netiquette.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.