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TabelleNavigationHartz4 hilft Hartz 4 IV / Anonymisierte Bewerbung
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Eine Chance für Hartz4? Die anonymisierte Bewerbung

Anonymisierte Bewerbungsverfahren eine Initiative

der Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Was bringen anonymisierte Bewerbungsverfahren?

Es gibt hinreichend Belege dafür, dass Menschen trotz hoher Qualifizierung ihre erste Chance, zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden, nicht bekommen. Eine aktuelle Studie des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn belegt, dass allein die Angabe eines ausländisch klingenden Nachnamens die Bewerbungschancen erkennbar verringert. Bei einem türkischen Namen sank die Chance auf ein Vorstellungsgespräch um 14 Prozent, in kleineren Unternehmen sogar um 24 Prozent. Anonymisierte Bewerbungsverfahren können in der Privatwirtschaft die Gerechtigkeit bei der Bewerberauswahl erhöhen. Bewerberinnen und Bewerber überzeugen in einem ersten Schritt durch ihre Qualifikation und erhalten so die Möglichkeit, sich in einem persönlichen Gespräch zu beweisen.

Was sind anonymisierte Bewerbungsverfahren?

Unter anonymisierten Lebensläufen verstehen wir Bewerbungen, die weder ein Foto noch den Namen, die Adresse, das Geburtsdatum oder Angaben zum Familienstand der sich bewerbenden Person enthalten. Bei anonymisierten Lebensläufen stehen ausschließlich Fähigkeiten und Kompetenzen der Bewerberin oder des Bewerbers im Mittelpunkt.

Wer profitiert davon?

Unsere Erfahrungen in Beratungsgesprächen haben gezeigt, dass neben Bewerbern mit ausländischen Namen auch alleinerziehende Mütter und ältere Bewerber häufig zuerst vom Stapel der Bewerbungen aussortiert werden. Grundsätzlich aber kann jeder davon profitieren, wenn nur Qualifikationen und keine persönlichen Angaben eine Rolle spielen.

Zum Projekt:

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) hat im Februar zahlreiche Unternehmen angeschrieben und sie aufgerufen, an einem einjährigen Pilotprojekt teilzunehmen. In diesem Modellprojekt sollen Unternehmen auf freiwilliger Basis verschiedene Modelle anonymisierter Bewerbungsverfahren erproben, um Herausforderungen und Vorteile kennen zu lernen. Wir wollen herausfinden, in welchem Bereich welches Modell praktikabel ist.

Es haben sich fünf Unternehmen bereit erklärt, mitzumachen. Zwei davon können bereits genannt werden: Procter & Gamble und L’Oreal. Die weiteren Unternehmen werden sich nach dem ersten Treffen mit der ADS - am 24. August - vor der Presse äußern. Außerdem wird das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend an dem Pilotprojekt teilnehmen, der Integrationsminister aus NRW hat ebenfalls Interesse bekundet.Wir haben das Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) als Kooperationspartner gewonnen. Das IZA analysiert im Rahmen einer umfassenden Studie bereits angewandte anonymisierte Bewerbungsverfahren in anderen Ländern. Die dort gewonnenen Erfahrungen werden ausgewertet, um Handlungsempfehlungen für das anschließende Modellprojekt zu erarbeiten.

Das Modellprojekt der ADS wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Quelle: Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Das Hartz4hilft Hartz4-Team begrüßt die Idee der anonymisierten Bewerbung außerordentlich. Wir werden in Kürze auf unseren Seiten einen Bewerber-Pool zur Verfügung stellen, in denen sich jeder Arbeitssuchende anonym, also so, wie es das Projekt der Antidiskriminierungsstelle vorsieht, mit seiner Ausbildung und Fähigkeiten kostenlos eintragen lassen kann.

Weiterhin bieten wir Firmen und Arbeitgebern, die das Projekt der anonymisierten Bewerbung unterstützen, kostenlosen Werbeplatz in einer besonderen Link-Seite. Zeigen auch Sie soziales Engagement und unterstützen unsere Idee. Schreiben Sie uns über unser Kontaktformular.

Dies ist das Ergebnis eines bundesweiten Pilotprojekts.: Anonyme Bewerbungen helfen Frauen und Migranten 

Wenn Bewerbungsunterlagen anonymisiert sind, profitieren davon Frauen und Zuwanderer. Dies ist das Ergebnis eines bundesweiten Pilotprojekts. Eineinhalb Jahre lang hatten hierfür fünf Unternehmen und drei öffentliche Arbeitgeber anonymisierte Bewerbungen getestet, unter ihnen die Deutsche Post, L`Oréal und das Bundesfamilienministerium.
An diesem Dienstag stellt die Antidiskriminierungsstelle des Bundes in Berlin die Bilanz vor. Wie die "Süddeutsche Zeitung" schreibt, kommen die Autoren vom Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) und der Viadrina-Universität Frankfurt an der Oder in ihrem Abschlussbericht zu dem Ergebnis, dass anonyme Bewerbungen denen, die sonst unter Pauschalurteilen leiden und deshalb frühzeitig aus dem Rennen scheiden, zugutekommen. Frauen und Migranten haben danach in der Regel dieselben Aussichten, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, wie andere Kandidaten. IZA-Präsident Klaus Zimmermann spricht von einem "vielversprechenden Ansatz", die beruflichen Möglichkeiten der benachteiligten Gruppen "signifikant zu verbessern". Bei dem Großversuch mit gut 8500 Bewerbungen hatten die Arbeitgeber zunächst auf Angaben wie Foto, Name, Alter und Geschlecht verzichtet. Mal mussten die Aspiranten einen Online-Fragebogen ausfüllen, mal wurden verräterische Zeilen geschwärzt. Für die Vorentscheidung zählten also nur die Fakten wie Abschlüsse und Berufserfahrung. Erst vor dem Bewerbungsgespräch durften die Chefs Namen und Zeugnisse sehen. Dann aber haben die Bewerber nach Einschätzung der Forscher bereits die entscheidende Hürde überwunden, denn im persönlichen Gespräch wucherten Klischees weniger. "Das Projekt hat gezeigt, dass anonymisierte Bewerbungen den Fokus auf die Qualifikation lenken", sagt die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders. Zudem habe sich das Verfahren als praktikabel erwiesen. Laut Bericht sehen die Personalverantwortlichen das neue Verfahren "durchgängig positiv", nur das Schwärzen von Unterlagen wird als zu aufwendig kritisiert. Auch die Jobsuchenden befürworten das Vorgehen laut dem Bericht überwiegend, allerdings glaubt ein gutes Viertel von ihnen, dass ihre Chancen bei herkömmlichen Bewerbungen höher sind. Vier Arbeitgeber des Pilotversuchs haben sich laut Lüders bereits dafür entschieden, weiter auf anonymisierte Bewerbungen zu setzen, darunter die Stadt Celle, der Geschenkedienstleister Mydays und das Bundesfamilienministerium. Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 17.04.2012 - 01:00 Uhr


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