Hartz 4 – Werden Miete und Nebenkosten übernommen?

Das Arbeitslosengeld 2 (kurz ALG 2), welches umgangssprachlich auch als Hartz 4 bezeichnet wird, stellt eine finanzielle Leistung dar, deren Ziel es ist, die Grundsicherung des Lebensunterhaltes zu gewährleisten. Der sogenannte Regelbedarf umfasst dabei unter anderem Kosten für Ernährung, Kleidung, Körperpflege sowie weitere Bedürfnisse des täglichen Lebens. Für Alleinstehende beträgt dieser beispielsweise 409 Euro (Stand 2017). Wird aber auch für Hartz-4-Empfänger die Miete bezahlt?

Bei Bezug von Hartz 4 wird die Wohnung, also die Miete, komplett übernommen.

Bei Bezug von Hartz 4 wird die Wohnung, also die Miete, komplett übernommen.

Grundsätzlich werden neben dem Regelsatz auch Kosten für Heizung und Unterkunft – also die Miete – für Hartz-4-Empfänger in voller Höhe übernommen. Allerdings gibt es bezüglich der Mietübernahme durch das Jobcenter einige Einschränkungen. Außerdem müssen Leistungsberechtigte bestimmte Regeln befolgen, zum Beispiel wenn sie umziehen möchten.

Was rund um das Thema „Hartz 4 und Miete“ wichtig und zu beachten ist, wie hoch Kaltmiete und Nebenkosten bei Hartz 4 sein dürfen, was eine angemessene Miete ist und vieles Weitere wird im folgenden Ratgeber erklärt.

Was ist eine angemessene Miete für Hartz-4-Empfänger?

Neben der Zahlung des Regelsatzes, der den alltäglichen Bedarf decken soll, werden für Hartz-4-Empfänger die Miete sowie Heizkosten übernommen. Als rechtliche Grundlage hierfür dient § 22 des Zweiten Sozialgesetzbuches (SGB II) mit dem Titel „Bedarfe für Unterkunft und Heizung“. Absatz 1 besagt Folgendes:

Bedarfe für Unterkunft und Heizung werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen anerkannt, soweit diese angemessen sind.

Pflicht für Hartz-4-Empfänger: Zahlt dieser die Miete nicht, wird das Geld direkt an den Vermieter überwiesen.

Pflicht für Hartz-4-Empfänger: Zahlt dieser die Miete nicht, wird das Geld direkt an den Vermieter überwiesen.

Was bedeutet in diesem Zusam­menhang jedoch „angemessen“? Ob das Jobcenter die Miete übernimmt, wird immer im Einzelfall entschieden.

Einen bundesweit einheitlichen Standard bzw. allgemeingültigen Mietspiegel für Hartz-4-Empfän­ger – also einen Orientierungs­rahmen über die erlaubten Preise – gibt es nämlich nicht.

Vielmehr wird dies je nach örtlichen Gegebenheiten bestimmt. Der Grund hierfür liegt auf der Hand: Deutschlandweit gibt es teils gravierende Unterschiede zwischen den Quadratmeterpreisen für Mietwohnungen. Besonders teuer sind die Großstädte und Ballungszentren, während in ländlichen Regionen meist günstigere Preise zu erwarten sind.

Als Städte mit den höchsten Quadratmeterpreisen gelten in Deutschland unter anderem München, Stuttgart, Hamburg, Frankfurt am Main und Berlin. An diesen Orten wird für Hartz-4-Empfänger mehr Miete bezahlt.

Soll das Jobcenter für eine Wohnung die Miete übernehmen, werden bei der Prüfung des Antrags die Kosten für Unterkunft und Heizung getrennt voneinander beurteilt. Für beide gibt es festgelegte Richtwerte, die in der Regel nicht überschritten werden dürfen. Durch die individuelle Betrachtung ist es jedoch möglich, dass Abweichungen von diesen Werten als gerechtfertigt und damit angemessen bewertet werden.

Ausschlaggebendes Kriterium für die Bewertung der Angemessenheit der Hartz-4-Empfängern zustehenden Mietkosten ist jedoch die Brutto-Warmmiete – also die Heizkosten plus weitere Nebenkosten und die angemessene Kaltmiete. Hat der Hartz-IV-Empfänger eine Wohnung mit etwas zu hohen Heizkosten, kann diese jedoch durch eine günstige Kaltmiete ausgleichen, wird die Miete trotzdem im Regelfall als angemessen bewertet.

Bei Hartz 4 muss die Wohnungsmiete angemessen sein.

Bei Hartz 4 muss die Wohnungsmiete angemessen sein.

Ob die Übernahme der Miete bei Hartz IV möglich ist, wird jedoch nicht nur von den Kosten abhängig gemacht. Auch der Wohnungsstandard ist in diesem Zusammenhang von Bedeutung.

Leistungsempfänger haben lediglich einen Anspruch auf eine Wohnung, die keine gehobene Norm aufweist. Sie soll hierbei den grundlegenden Ansprüchen bezüglich der Bausubstanz, Ausstattung und Lage entsprechen.

Von einem sogenannten Mietzuschuss für Hartz-4-Empfänger kann in diesem Zusammenhang meist nicht gesprochen werden, da die Miete für Menschen, die ALG II beziehen, in der Regel vollständig übernommen wird, solange diese angemessen ist. Im Gegensatz dazu wird beim sogenannten Wohngeld von einem Zuschuss gesprochen. Diese finanzielle Leistung soll Personen mit geringem Einkommen dabei helfen, ihre Mietkosten zu decken. Hiervon ausgeschlossen sind Empfänger von Transferleistungen – also z. B. ALG II bzw. Hartz 4. In der Regel wird das Wohngeld für eine Dauer von zwölf Monaten gewährt

Anhaltspunkt für die erlaubten Mietkosten bei Hartz 4 – Angaben des Wohngeldgesetzes (WoGG)

Da es in Deutschland, wie bereits erwähnt, keine einheitlichen Standards dafür gibt, wie hoch bei Hartz-4-Empfängern die Miete ausfallen darf, müssen Sie die jeweiligen Werte beispielsweise beim Jobcenter anfragen.

Häufig verwenden Städte oder Gemeinden einen Mietspiegel als Grundlage der Prüfung der Angemessenheit. Hierbei sind sie dazu angehalten, sich nach den unteren, aber nicht den untersten, also billigsten, Mieten zu richten. Gibt es einen solchen Mietspiegel nicht, so ist eine Orientierung an den Mietobergrenzen des Wohngeldgesetzes (WoGG) möglich.

In dieser Tabelle werden die maximalen Mieten aufgeführt, die in einer Stadt oder Gemeinde bei der Bezuschussung durch das Wohngeld nicht überschritten werden sollten. Wichtige Bezugsgrößen sind die Anzahl der im Haushalt lebenden Personen sowie die Mietstufe der jeweiligen Gemeinde. Leben Sie beispielsweise in Dortmund, einer Stadt mit der Mietstufe III (Stand Oktober 2016), in einem Zwei-Personen-Haushalt, so liegt die Mietobergrenze bei 473 Euro.

Anzahl der HaushaltsmitgliederMietstufeHöchstbetrag in Euro
1I
II
III
IV
V
VI
312
351
390
434
482
522
2I
II
III
IV
V
VI
378
425
473
526
584
633
3I
II
III
IV
V
VI
450
506
563
626
695
753
4I
II
III
IV
V
VI
525
591
656
730
811
879
5I
II
III
IV
V
VI
600
675
750
834
927
1.004
Mehrbetrag für jedes weitere HaushaltsmitgliedI
II
III
IV
V
VI
71
81
91
101
111
126

Stand: Oktober 2016

Wohnung mieten mit Hartz 4 – Ist auch die Größe wichtig?

Bei Hartz 4 sind die Mieten wichtig. Aber auch die Größe der Wohnung muss stimmen.

Bei Hartz 4 sind die Mieten wichtig. Aber auch die Größe der Wohnung muss stimmen.

Ein weiteren Faktor, der beim Thema „Hartz 4 und Miete“ berücksichtigt werden muss, ist die Größe der Wohnung.

Denn nicht nur die Kosten müssen angemessen sein. Auch die Quadratmeterzahl wird geprüft, bevor die Miete für Hartz-4-Empfänger übernommen wird.

Welche Größe eine Wohnung maximal haben darf, wenn die Miete für Hartz-Empfänger übernommen werden soll, hängt davon ab, wie viele leistungsberechtigte Personen im Haushalt leben:

  • Eine Person: ca. 45 Quadratmeter
  • Zwei Personen: ca. 60 Quadratmeter
  • Drei Personen: ca. 75 Quadratmeter

Für jede weitere Person werden zusätzlich etwa 15 Quadratmeter angerechnet. Sollte Ihre Wohnung ein wenig zu groß sein, ist dies jedoch kein Grund für einen Umzug. Größere Relevanz hat der Mietpreis. Liegt dieser bei Hartz-4-Empfängern im angemessenen Rahmen – liegen Miete und Nebenkosten inklusive Heizkosten also nicht über den für die Stadt oder Gemeinde festgelegten Richtwerten – so wird auch eine größere Wohnung meist erlaubt.

In Ausnahmefällen sind auch Abweichungen von diesen Richtwerten möglich. So benötigt beispielsweise ein Rollstuhlfahrer meist mehr Platz als andere Personen. Bezieht er Leistungen nach Hartz 4, wird die Miete für eine größere Wohnung in der Regel übernommen.

Antrag für Hartz 4: Übernahme der Unterkunftskosten

In der Anlage KDU muss auch die Grundmiete angegeben werden. Bei Hartz 4 darf diese nicht zu hoch sein.

In der Anlage KDU muss auch die Grundmiete angegeben werden. Bei Hartz 4 darf diese nicht zu hoch sein.

Beantragen Sie Arbeitslosengeld 2, bedeutet dies nicht automatisch, dass das Jobcenter Ihnen als Hartz-4-Empfänger die Miete bezahlt.

Vielmehr müssen Sie zusätzlich zum regulären Antrag die „Anlage zur Feststellung der angemessenen Kosten der Unterkunft und Heizung“ (kurz KDU) ausfüllen und einreichen.

Neben Ihren persönlichen Daten müssen Sie hier allgemeine Angaben zur Unterkunft machen. Hierzu gehören unter anderem die Gesamtfläche, Anzahl der Räume und Anzahl der Bäder. Des Weiteren sind die anfallenden Kosten, welche die Grundmiete, Nebenkosten, Heizkosten sowie sonstige Wohnkosten umfassen, anzugeben.

Außerdem ist mitzuteilen, welche Energiequellen zum Heizen, Kochen und zur Warmwassererzeugung genutzt werden. Zusätzlich müssen Sie anführen, wie viele Personen außer Ihnen in der Unterkunft leben. Abschließend sind noch Angaben zum Vermieter zu machen. Dies ist allerdings nur nötig, wenn die Miete direkt an diesen überwiesen werden soll.

Hartz 4 und Miete: Gibt es ein Sonderkündigungsrecht?

Laut dem Sozialgesetzbuch (SGB) hat der Mieter kein Sonderkündigungsrecht, wenn er ALG II bezieht. Die regulären, im Mietvertrag festgelegten Kündigungsfristen – diese können teilweise bis zu zwölf Monate betragen – sind demnach auch im Falle einer Arbeitslosigkeit und beim Bezug von Hartz 4 einzuhalten. Übersteigen die Mietkosten den angemessenen Rahmen und fordert das Jobcenter aus diesem Grund einen Umzug, greift die Regelfrist von 6 Monaten nicht, wenn eine längere Kündigungsfrist besteht.

Mehrbedarf bei Hartz-IV: Warmwassererzeugung

Hartz 4: Zusätzlich zur Miete kann ein Mehrbedarf für die Warmwassererzeugung gezahlt werden.

Hartz 4: Zusätzlich zur Miete kann ein Mehrbedarf für die Warmwassererzeugung gezahlt werden.

Beim Arbeitslosengeld 2 (ALG 2) wird es grundsätzlich so gehandhabt, dass die Stromkosten aus dem Regelsatz bezahlt werden müssen, hier also im Normalfall keine zusätzlichen finanziellen Leistungen zur Unterstützung ausgezahlt werden.

Einen Sonderfall gibt es in diesem Zusammenhang jedoch. Leben Hartz-4-Empfänger zur Miete in einer Wohnung, bei der die Warmwasser­erzeugung dezentral erfolgt – also beispielsweise mit einem Boiler oder Durchlauferhitzer in der eigenen Wohnung- so wird der Mehrbedarf für den dabei verbrauchten Strom in Form einer Pauschale übernommen.

Folgende Pauschalen werden für Einzelpersonen und Mitglieder einer Bedarfsgemeinschaft angesetzt:

PersonengruppeProzentsatz des Regelbedarfs
Alleinstehende Personen2,3 %
Volljährige Partner der Bedarfsgemeinschaft2,3 %
Kinder im Alter von 15 bis 181,4 %
Kinder im Alter von 7 bis 14 Jahren1,2 %
Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren0,8 %

Stand: Oktober 2016

Erfolgt die Warmwassererzeugung nicht zentral, sondern in Ihrer eigenen Wohnung, so haben Sie Anspruch auf diese Pauschale, die zusätzlich für Hartz-4-Empfänger zur Miete bezahlt wird. Allerdings müssen Sie hierfür einen schriftlichen Antrag stellen. Diesem ist eine vom Vermieter ausgestellte Bescheinigung hinzuzufügen, aus der hervorgeht, dass die Warmwassererzeugung nicht über eine Zentralheizung, sondern über einen Boiler oder ähnliches erfolgt.

Wer zahlt die Miete bei Hartz 4?

Beziehen Sie Hartz 4, ist die Miete an den Vermieter weiterzuleiten.

Beziehen Sie Hartz 4, ist die Miete an den Vermieter weiterzuleiten.

Im Regelfall wird es laut § 22 Abs. 7 SGB II so gehandhabt, dass dem Hartz-4-Empfänger die Miete zusätzlich zum ihm zustehenden Regelsatz überwiesen wird. Dieser ist dann dafür zuständig, dass der Vermieter das Geld bekommt.

Auf Antrag der leistungsberechtigten Person kann die Miete jedoch auch direkt an den Vermieter oder einen anderen Empfangsberechtigten gezahlt werden. Dies ist laut § 22 Absatz 7 des SGB II dann der Fall, wenn die zweckentsprechende Verwendung des Geldes nicht sichergestellt ist. Dies ist vor allem in folgenden Situationen nötig:

  • Bei Mietrückständen, die eine außerordentliche Kündigung des Mietverhältnisses zur Folge haben kann.
  • Bei Energiekostenrückständen, die zu einer Unterbrechung der Energieversorgung führen können.
  • Wenn konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Hartz-4-Empfänger die Miete nicht an den Vermieter überweist, sie also nicht zweckentsprechend verwendet. Ein solcher Anhaltspunkt kann beispielsweise Alkohol- oder Drogensucht sein.
Bevor Sie einen neuen Mietvertrag abschließen, sind Sie als Bezieher des ALG II dazu verpflichtet, die Zusicherung der zuständigen Behörde – also in der Regel des Jobcenters – einzuholen. Dieses überprüft dann, ob die Unterkunft und die Höhe der Miete angemessen sind. Außerdem entscheidet das Jobcenter darüber, ob der Umzug erforderlich ist. Dies ist vor allem in folgenden Situationen der Fall:

  • Aufnahme einer Erwerbsfähigkeit in einer anderen Stadt
  • Trennung vom Ehe- bzw. Lebenspartner
  • unzumutbare, beengte Wohnverhältnisse
  • gesundheitliche Gefährdung

Was passiert, wenn die Wohnungsmiete die Hartz-4-Maßstäbe übersteigt?

Nebenkosten und Kaltmiete dürfen für Hartz-4-Empfänger nicht zu hoch sein.

Nebenkosten und Kaltmiete dürfen für Hartz-4-Empfänger nicht zu hoch sein.

Was geschieht nun aber, wenn bei Hartz-4-Empfängern die Miete zu hoch ist und vom Jobcenter als nicht angemessen bewertet wird? In einem solchen Fall wird vom Leistungsempfänger verlangt, die Kosten auf geeignete Weise zu senken.

Maßnahmen können ein Umzug oder auch eine Untervermietung sein. Des Weiteren kann auch eine Zuzahlung aus nicht anrechenbarem Einkommen oder Vermögen in Frage kommen.

Allerdings muss ein Umzug, sofern er nötig ist, nicht sofort erfolgen. In der Regel übernimmt das Jobcenter die zu hohen Kosten der Hartz-4-Empfänger für die Miete für bis zu sechs Monate. In diesem Zeitraum müssen sich die Betroffenen jedoch intensiv um eine angemessene Wohnung bemühen. Dies ist der Behörde auch nachzuweisen.

In begründeten Einzelfällen kann dieser Zeitraum von sechs Monaten jedoch auch verlängert werden. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn trotz einer ausgiebigen Suche kein angemessener Wohnraum angemietet werden konnte oder allgemein kein Wohnraum, der den Anforderungen entspricht, zur Verfügung steht.

Es gibt jedoch auch Situationen, in denen ein Verzicht auf kostensenkende Maßnahmen möglich ist. Wenn bei Hartz-4-Empfängern die Miete den vorgegebenen Richtwert nicht erheblich überschreitet, kann in folgenden Fällen von einem Umzug abgesehen werden:

  • Wenn die Einschränkungen bei einer Krankheit, Behinderung oder Pflegebedürftigkeit so schwerwiegend sind, dass sie einen Umzug unmöglich machen.
  • Bei Leistungsempfängern im Alter von über 60 Jahren, die schon lange in der Wohnung leben.
  • Bei Alleinerziehenden mit zwei und mehr Kindern.
  • Wenn die finanziellen Hilfen nur einmalig oder kurzfristig gezahlt werden.

Hartz 4 und Miete – Wird auch der Umzug bezahlt?

Wenn bei Hartz-4-Empfängern die Miete zu hoch ist, kann also ein Umzug nötig werden. Wer trägt jedoch die dafür anfallenden Kosten? Wurde der Umzug vom Jobcenter gefordert, so übernimmt dies in der Regel die Umzugskosten, wenn er in Eigenregie durchgeführt wird. Nehmen Sie die Dienste eines Umzugsunternehmens in Anspruch, wird meist ein Teil der Kosten getragen. Dies sollten Sie sich im Vorhinein schriftlich bestätigen lassen.

Sonderfall bei der Wohnungsmiete: Hartz-4-Empfänger unter 25 Jahren

Alleine eine Wohnung zu mieten, ist für Hartz-4-Empfänger unter 25 Jahren meist nicht möglich.

Alleine eine Wohnung zu mieten, ist für Hartz-4-Empfänger unter 25 Jahren meist nicht möglich.

Die bisher genannten Aussagen zum Thema „Hartz 4 und Miete“ treffen auf leistungsberechtigte Personen im Alter von über 25 Jahren zu. Für jüngere Hilfebedürftige gelten jedoch andere Regeln. Diese müssen in der Regel bei den Eltern wohnen bleiben.

Nur in besonderen Ausnahmefällen wird ein Auszug aus der elterlichen Wohnung für unverheiratete Hartz-IV-Empfänger unter 25 Jahren erlaubt. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn der Umzug für die Eingliederung in den Arbeitsmarkt nötig ist oder wenn schwerwiegende soziale Gründe gegen das weitere gemeinsame Wohnen mit den Eltern sprechen.

Möchten Unter 25-Jährige aus der elterlichen Wohnung ausziehen, ist es zwingend erforderlich, dass sie vor dem Umzug eine entsprechende Kostenzusage beim Jobcenter einholen.

12 Gedanken zu „Hartz 4 – Werden Miete und Nebenkosten übernommen?

  1. nicole

    noch eine frage,verstehe nicht mit der miete und jetzt auch nicht seit mein shn in der ausbildung ,kriege ich nicht meine volle miete wird wie immer bezahlt wenn es zwei leute sind,aber mein sohn ist so nicht mehr drinen bei mir,er lebt noch bei mir aber bekommt nichts mehr von denne,sehr komisch,stimmt das????

    Antworten
    1. hartz4hilfthartz4.de

      Hallo Nicole,

      wenn Ihr Sohn noch bei Ihnen wohnt, sollte Ihre Miete eigentlich nicht gekürzt werden. Allerdings wird das Gehalt Ihres Sohnes, das er für die Ausbildung erhält, auf dessen – bzw. Ihren – Hartz-4-Satz angerechnet, da er einen Teil seines Lebensunterhalts nun selbst bestreiten kann.

      Ihr Team von hartz4hilfthartz4.de

      Antworten
  2. Katarina

    Hallo,
    ich habe eine Frage.
    Bin Alleinerziehend, beziehe zur Zeit Hartz 4. da meine Wohnung eigentlich zu groß (cca.15 qm)
    und zu teuer (cca.250€) ist und es beinahe unmöglich ist eine passende Wohnung zu finden ist, habe ich kostensenkende Maßnahmen ergriffen und die Kellerräume unter vermietet. Bei aktuellem Bewiligungsbescheid, worden mir die Untervermietungskosten zu Einkommen angerechnet und die Leistungen gekürzt. So kann ich mit meinem Sohn unmöglich überleben. Was kann ich tun? Habe nicht viel Zeit, mein Konto ist längst überzogen.
    M.f.G

    Antworten
    1. hartz4hilfthartz4.de

      Hallo Katarina,

      die Untervermietungskosten als Einkommen anrechnen zu lassen, ist nicht zulässig. Das entschied das Bundessozialgericht in Kassel. Untervermietungskosten müssen mindernd auf die Wohnkosten angerechnet werden. Besprechen Sie dies noch einmal mit Ihrem Sachbearbeiter und wenden Sie sich im Notfall an einen Anwalt bzw. eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe!

      Ihr Team von hartz4hilfthartz4.de

      Antworten
  3. Geli

    Hallo, ich suche jetzt seit Juli 2016 eine 2 ZKB Wohnung im Bereich der Nettokaltmiete in Höhe von 252, 50 € plus 97,00 € , ich habe anfangs nach einer Wohnung in der ersten Etage geschaut, in der Umgebung meiner Ärzte, ich habe Rheuma in den Knie und musste durch meine Fallmanager zur Amtsrärzttin,was mir gelegen kam, weil die Damen und Herren der Leistungsabteilung sich weigerten die geforderten Atteste zu zahlen zwecks Übernahme der Umzugskosten, da ich den Umzug nicht alleine bewältigen kann, ich hab regelmässig nach Wohnungen geschaut und die auch ans Amt geschickt, auf anraten der Amtsärztin soll ich mir eine Wohnung im Erdgeschoss suchen, was sich erschwert, da die Erdgeschosswohnungen meist an Senioren vergeben werden und da ich noch keine 60 bin hab ich da wenig Chancen. Ich muss nun seit Januar ca 87 € selbst tragen die auch einen Teil der höheren Betriebskosten in Höhe von 11 € erhalten, da wir mehrere Parteien sind kann ich den Betrag nicht senken, ich schaue 2 mal wöchentlich in kostenlose Zeitungen und in verschiedenen Internetportalen nach Wohnungen, die aber nicht der Preislage entsprachen , nicht im EG oder nicht im näheren Umkreis. Teilweise werden günstige Wohnung auch nicht an ALG 2 – Empfänger vermietet. Auch der Wohnberechtigungsschein braucht mich nicht weiter, da bis ich da jemand erreichte die Wohnungen schon vermietet waren nicht bezugfertig . Auch an die Präventationsstelle wurde ich verwissen, die aber nicht zuständig ist, da ich nicht obdachlos bin. Hilfe durch Rechtsberatung und Sozialberatungen schlugen fehl. Eine Untervermietung ist bei mir nicht möglich, da die Privatsphäre nicht gewährleistet wäre. Mein Widerspruch wurde abgelehnt, einen Anspruch auf Mietzuschuss hab ich, da ich ALG 2 bekomme auch nicht. Vielleicht können Sie mir helfen oder sagen ob es noch eine Möglichkeit gibt , das mir die Wohnungskosten übernommen werden, alle wissen das Wohnraum für eine Person schwer zu finden ist , nur das Jobcenter nicht. Ich habe einen Grad der Behinderung von 30. Ich Danke vorab für ihren Rat.

    Antworten
    1. hartz4hilfthartz4.de

      Hallo Geli,

      leider können wir Ihnen hierzu auch keinen weiteren Rat geben. Wenden Sie sich an eine Wohnungsbaugesellschaft in Ihrer Stadt und fragen Sie auch Ihren Sachbearbeiter um Rat.

      Ihr Team von hartz4hilfthartz4.de

      Antworten
  4. Natalia

    Guten Tag!

    Ich habe ein paar Fragen, die mir viel zu schaffen machen. Meine Mutter ist seit fast neun Monaten in Deutschland und bezieht ALGII. Sie bekommt 582 € Kindergeld fur drei Kinder, Unterhaltsvorschuss für meine zwei Schwester (154€ + 44€) und sie arbeitet dazu auf 450 € Basis (tatsächlich bekommt sie um die 380 €) . Die Miete beträgt 900 € warm plus 200 € für Strom und Heizung. Das Amt bezahlt diese 200€ direkt ans ESWE und an den VERMIETER nur 353 €. Meine Frage ist .. Warum wird die ganze Miete nicht an den Vermieter gezahlt? Warum sagte man mir, dass meine Mutter die Miete mit dem KINDERGELD begleichen soll? Das Geld gehört doch den Kindern oder? Dazu kommen noch die Busfahrkarten für Mama und zwei von den Kindern das ganze kostet ja ca. 150€ monatlich.. Meine Mutter erzieht die Kinder auch alleine. Da steht irgendwie im Internet auch, dass Sie ja Geld zusätzlich bekommen sollte? Jedes Mal wenn ich mich mit der Sachbearbeiterin treffen möchte um dies zu besprechen und damit sie mir das klärt.. Sagt sie es wäre nicht nötig.. Habe ich das Recht mit ihr zu sprechen? Noch dazu möchte ich sagen, dass die kleine Schwester jetzt im Juni vier Jahre alt ist und immernoch kein Kindergarten Platz hat. Dadurch kann meine Mama nicht richtig arbeiten gehen und auch den Sprachkurs kann sie nicht besuchen, weil es keine Betreuung für die kleine gibt. Kann das Amt auch in dieser Gelegenheit was machen? Kann meine Mutter auch einen Dolmetscher für sich haben? Der mit ihr zum Amt oder Kinderarzt oder zum Elternabend geht? Ich verstehe Deutsch und gehe immer mit meiner Mutter, aber da ich jetzt Mutter geworden bin, ist das für mich sehr anstrengend. Sehr viele die SGBII beziehen sprechen ja gar kein deutsch.. Von einer Arbeit fange ich gar nicht zu sprechen.. Und bekommen alles. Heißt das, dass meine Mutter auch aufhören soll zu arbeiten ? Es sieht so aus als bekommt sie ja nur Nachteile anstatt Vorteile durch die Arbeit.. Die Stadt sollte doch froh sein, dass sie nicht einfach Zuhause sitzt und Däumchen dreht und Geld für nichts nimmt…

    Antworten
    1. hartz4hilfthartz4.de

      Hallo Natalia,

      normalerweise werden sowohl die Kaltmiete als auch die Nebenkosten vom Jobcenter gezahlt – allerdings nur, insofern diese angemessen sind. Das bedeutet: Die Wohnung Ihrer Mutter sollte eine gewisse Mietgrenze und Wohnungsgröße nicht überschreiten. Kindergeld wird bei gleichzeitigem Bezug von Hartz 4 grundsätzlich als Einkommen angerechnet, allerdings hat Ihre Mutter die Möglichkeit, einen Mehrbedarf für Alleinerziehende geltend zu machen. Grundsätzlich kann Ihre Mutter beim Jobcenter auch einen Dolmetschereinsatz beantragen. Dieser steht Ihrer Mutter dann bei Amtsbesuchen zur Verfügung.
      Steht Ihrer Mutter eine Arbeitsstelle in Aussicht oder will sie die Zeit für eine Weiterbildung nutzen, so kann das Jobcenter Kinderbetreuungskosten übernehmen. Inwiefern das Jobcenter selbst beim Finden eines entsprechenden Kindergartenplatzes helfen kann, sollten Sie bzw. sollte Ihre Mutter mit ihrer Sachbearbeiterin besprechen.

      Ihr Team von hartz4hilfthartz4.de

      Antworten
  5. Manuela

    Hallo, wie schaut es denn mit der Berechnung aus, wenn die heizkosten nicht in den Nebenkosten enthalten sind? Z. B. Gastherme in den Wohnungen. Das wird ja vom Mieter bei der hiesigen Stadtwerke abgerechnet. Wie kann man dann von brutto warmmiete sprechen? Liebe Grüße

    Antworten
    1. hartz4hilfthartz4.de

      Hallo Manuela,

      Heizkosten werden für Hartz-4-Empfänger in voller Höhe übernommen, solange diese angemessen sind. Das ist auch bei einer Gasheizung so. Dazu müssen Sie in der Regel Ihre Abrechnung mit dem jeweiligen Anbieter beim Jobcenter einreichen. Fragen Sie in diesem Zusammenhang jedoch noch einmal bei Ihrem Sachbearbeiter nach. Eine dezentrale Warmwasserversorgung wird über einen Mehrbedarf abgerechnet.

      Ihr Team von hartz4hilfthartz4.de

      Antworten
  6. Schultz

    Hallo
    Bis jetzt hat mein Sohn Unterhalt von seinem Vater bekommen 334 Euro das wurde dan auf alles berechnet was ok ist.seit 1.4 .17 zahlt der Vater nicht mehr .
    Das habe ich Job Center gemeldet und die sagten kein Problem die nehmen den Betrag dann raus und wir bekommen dem Betrag von Kasse zurück erstattet.
    Ja also wir haben einen Betrag zurück erstattet bekommen aber nicht 334 Euro was mein Sohn sonnst immer bekommen hat
    Sondern Job Center hat nur 259.43 Euro überweisen das heisst das der Regelbedarf nicht mehr stimmt das sind über 74 Euro weniger .
    Dachte das die 334 Euro dann von Job Center übernommen werden damit der Regelbedarf was abgerechbet ist sollte stimmen.Aber wird noch ab gezogen .
    Verstehe jetzt nicht wieso ?
    Steht einem mehr zu wenn man Unterhalt bekommt ?und wenn kein Unterhalt mehr kommt steht einem weniger zu?
    Dachte Rgelbedarf ist Regelbedarf . .
    Und ist es richtig das mein Sohn mit 21 Jahren die 327 Euro Regelbedarf bekommt da er als mein minderjährige Partner berechnet wird.den sonst müsste doch 368 Euro bekommen
    Oder nicht ?
    Und wieso wird mein Sohn sowieso als mein Partner berechnet ist doch mein Sohn kein Partner das irritiert mich auch schon die ganze zeit .
    Mfg.Klaudia

    Antworten
    1. hartz4hilfthartz4.de

      Hallo Schultz,

      erwachsene Hilfebedürftige im Haushalt Anderer erhalten den Regelsatz von 327 Euro, das ist bei Ihrem Sohn insofern also korrekt. Inwiefern Sie nun weniger Geld erhalten, können wir nicht ganz nachvollziehen. Fällt die Unterhaltszahlung vom Vater Ihres Sohnes aus, wird auch entsprechend weniger Einkommen angerechnet. Mit dem Regelbedarf hat dies aber grundsätzlich nichts zu tun.

      Ihr Team von hartz4hilfthartz4.de

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