P-Konto für Hartz-IV-Empfänger: Pfändungsschutz für Konten

Seit dem 1. Juli 2010 gibt es in Deutschland erstmals ein Pfändungsschutz­konto, das sogenannte P-Konto. Hiermit wird das Hartz-4-Existenzminimum der Kontoinhaber unbürokratisch vor dem Zugriff von Gläubigern geschützt. Nicht nur ALG-2-Empfänger haben Anspruch auf dieses Konto, auch jede andere Person kann beantragen, dass ihr Girokonto als P-Konto geführt wird.

Ein Pfändungsschutzkonto kann ganz einfach beantragt werden.

Ein Pfändungsschutzkonto kann ganz einfach beantragt werden.

Ein P-Konto eröffnen, können Empfänger von Sozialleistungen bei jeder Bank. Aber welche Vorteile hat ein solches Pfändungsschutzkonto noch? Wie funktioniert die Umwandlung? Welche Freibeträge werden gewährt und wann ist darüber eine Bescheinigung für das P-Konto zu erbringen? Ist es möglich, ein P-Konto auch online zu eröffnen? Alles Wichtige zum Thema lesen Sie in unserem Ratgeber.

Was ist ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) genau?

Bei der Bank können Sie ein P-Konto beantragen oder Ihr Girokonto umwandeln lassen.

Bei der Bank können Sie ein P-Konto beantragen oder Ihr Girokonto umwandeln lassen.

Unter einer Pfändung wird die Beschlagnahmung von Gegenständen verstanden, die Gläubigern zur Deckung offener Kosten dienen sollen. Kann ein Schuldner seine offenen Rechnungen nicht bezahlen, ist eine (Konto-)Pfändung oft die letzte Lösung.

Vor der Einführung des Pfändungsschutzkontos konnte das gesamte Konto gepfändet werden. Der Kontoinhaber bzw. der Hartz-4-Empfänger konnte hierüber nicht mehr frei verfügen. Er musste also beim Vollstreckungsgericht beantragen, dass er sein Guthaben zur Deckung seines Existenzminimums zurückerhält.

Das war aufwendig und die Vollstreckungsgerichte benötigten für die Bearbeitung in der Regel zwei bis vier Wochen. So lange stand der Schuldner nach der Kontopfändung ohne Geld da. Dies wurde vom Gesetzgeber geändert. Aber welche Pfändungsgrenzen gelten seit 2010 für das P-Konto?

P-Konto: Welcher Freibetrag gilt für Hartz-4-Empfänger

Die Pfändungsfreigrenze auf dem sogenannten Pfändungsschutzkonto erhält zum Juli jedes ungeraden Jahres andere Freibeträge. Seit dem 1. Juli 2015 liegt diese Grenze bei 1073,88 Euro pro Kalendermonat. Je nach Lebenssituation – beispielsweise durch eine Schwerbehinderung oder Unterhaltspflichten – kann beim Pfändungsschutzkonto dieser Freibetrag auch höher sein.

Den P-Konto-Freibetrag zu erhöhen ist beispielsweise dann möglich, wenn zusätzlich Kindergeld bezogen wird. Auf Antrag bzw. mit gültigem Nachweis kann solch ein Freibetrag für das P-Konto zusätzlich gewährt werden. Der genannte Grundfreibetrag von 1073,88 Euro ist ohne Antrag für jeden Kalendermonat pfändungsfrei. Über dieses Guthaben kann also der Kontoinhaber im Rahmen des Girokontos frei verfügen.

Ein weiterer Betrag, der über diese Grenze hinausgeht, kann mittels einer Bescheinigung zusätzlich pfändungsfrei gestellt werden. Das sind zum einen die folgenden Unterhaltspflichten. Sind vom Kontoinhaber gesetzliche Unterhaltspflichten zu leisten, beispielsweise weil dieser Kinder zu versorgen hat, so können sich die Freibeträge erhöhen.

Je nach Personenanzahl, für die Unterhaltspflicht zu leisten ist, steigt demnach der Freibetrag für die erste Person um 404,16 Euro und für jede weitere um 225,17 Euro. Es gelten also u. a. folgende Guthaben bevor die Kontopfändung erfolgt:

Ein Pfändungsschutzkonto kann Sie davor bewahren, Ihre Existenz zu gefährden.

Ein Pfändungsschutzkonto kann Sie davor bewahren, Ihre Existenz zu gefährden.

  • Mit einer unterhaltspflichtigen Person: 1.478,04 Euro
  • Mit zwei unterhaltspflichtigen Personen: 1.703,21 Euro
  • Mit drei unterhaltspflichtigen Personen: 1.928,38 Euro
  • Mit vier unterhaltspflichtigen Personen: 2.153,55 Euro
  • usw.

Hat der Kontoinhaber mehr unterhaltspflichtige Personen zu versorgen, so kann dieser den P-Konto-Freibetrag entsprechend berechnen. Gleiche Freibeträge treffen auch auf Menschen zu, die in einer Bedarfsgemeinschaft leben und Hartz IV oder andere Sozialleistungen sowie Nachzahlungen der Jobcenter erhalten.

Das bedeutet: Auch Hartz-4-Leistungen, die auf einem Konto eingehen, das kein P-Konto ist, können gepfändet werden. Gleichzeitig greift die Pfändung bei einem P-Konto jedoch nicht bei Einmalzahlungen des Jobcenters, beispielsweise bei Erstausstattungen oder bei Beiträgen zur Bildung und Teilhabe.

Zu beachten ist, dass diese für das Pfändungsschutzkonto wichtige Bescheinigung vor dem Geldeingang bei der Bank vorgezeigt werden muss. Das heißt: Haben Sie ein P-Konto und eine Bescheinigung über den Erhalt von Kindergeld, sollten Sie diesen Nachweis der Bank vorlegen. So kann der Freibetrag erhöht werden.

Bescheinigung über Grundlagen zur Erhöhung der Freibeträge

Bescheinigungen, die eine Erhöhung des Freibetrags beim P-Konto rechtfertigen, können beispielsweise durch den Arbeitgeber, Familienkassen, den Träger der Sozialleistungen etc. erbracht werden. Diese Nachweise müssen Sie als Kontoinhaber dann beim Kreditinstitut vorweisen.

Wie lange und für welchen Zeitraum diese Bescheinigungen gültig sind, entscheidet in der Regel die Bank. Erhalten Sie also eine Nachricht, dass ein erneuter Nachweis zum Anspruch auf das Kindergeld vorgelegt werden muss, so müssen Sie dieser Anweisung Folge leisten, um weiterhin von den Freibeträgen beim Pfändungsschutz profitieren zu können.

Wie können Sie ein P-Konto einrichten?

Beim P-Konto ist der Freibetrag abhängig davon, ob Sie Unterhaltszahlungen leisten müssen.

Beim P-Konto ist der Freibetrag abhängig davon, ob Sie Unterhaltszahlungen leisten müssen.

Bei Ihrer Bank können Sie ein P-Konto beantragen oder Ihr Girokonto umwandeln lassen. Jedes Girokonto lässt sich in ein pfändungsfreies Konto umfunktionieren. Darauf haben Sie seit dem 1. Juli 2010 einen Rechtsanspruch. Der Kontoinhaber beantragt das P-Konto bei seiner Bank. Wer bereits ein Girokonto hat, kann dieses auch in ein pfändungsfreies Konto umwandeln lassen.

Bitte beachten Sie, dass die Bank in der Regel keine EC-Karte für ein P-Konto ausstellt. Das ist allerdings nicht bei allen Instituten der Fall. Ein pfändungsfreies Konto darf immer nur von einem Hartz-IV-Antragsteller geführt werden, das heißt, dass Gemeinschaftskonten erst in Einzelkonten überführt werden müssen, bevor eine Umwandlung in ein Pfändungskonto erfolgen kann.

Eine gemeinsame Kontoinhaberschaft ist beim P-Konto demnach nicht erlaubt. Ehepaare können allerdings zwei Girokonten, also für jeden Partner eins, einrichten und dann umwandeln lassen. Dann hätte jeder ein separates P-Konto.

Beachten Sie auch: Jede Person, also auch jeder Empfänger von Sozialleistungen, darf nur ein P-Konto beantragen und besitzen. Mehrere Konten, die auf einen Namen laufen, können nicht als Pfändungsschutzkonto gewährt werden.

Ein P-Konto eröffnen: Auch online möglich?

Interessierte sollten wissen, dass es weitaus einfacher ist, ein P-Konto umzuwandeln, als dieses neu bei einer Bank Ihres Vertrauens zu eröffnen. Denn dies wird nur nach Prüfung der Bonität für Sie erledigt. Wenn Sie jedoch Ihr Konto umstellen möchten, sollten Sie dies persönlich oder schriftlich bei Ihrer Bank tun. Online ein bestehendes Konto in ein P-Konto umzuwandeln bzw. dieses zu eröffnen, ist in der Regel nicht möglich.

Wie teuer ist die Umwandlung des Kontos?

Für die Umwandlung des Kontos in eine pfändungsgeschützte Variante werden keine Kosten fällig. Auch dann, wenn Sie ein neues Konto als P-Konto eröffnen, ist dies kostenlos. Allerdings müssen Sie in der Regel Kontoführungsgebühren zahlen. Diese ermessen sich jedoch meist an den Einzahlungshöhen und bewegen sich daher in einem angemessenen Kostenrahmen.

Kontoinhaber sollten wissen, dass der Pfändungsschutz nur für das Guthaben auf dem Konto besteht. Überziehen Sie beispielsweise Ihr Konto, besteht der Schutz nicht mehr und Sie müssen zunächst das Konto ausgleichen, um sich vor einer Kontopfändung zu sichern.

P-Konto: Welche Nachteile birgt es?

Ein P-Konto schützt auch Ihre Sozialleistung wie zum Beispiel Hartz IV.

Ein P-Konto schützt auch Ihre Sozialleistung wie zum Beispiel Hartz IV.

Trotz der genannten Vorteile, z. B. dass ein P-Konto von einer Pfändung nur in bestimmten Teilen betroffen ist, gibt es auch einige Nachteile, die ein Pfändungs­schutzkonto mit sich bringt. Denn: Zunächst erhalten die meisten Kontoinhaber keine EC-Karte und Barabhebungen an jeder passenden Bankfiliale sind nicht mehr möglich.

Manche Banken erheben auch hohe Kontoführungsgebühren bei P-Konten. Das ist allerdings nicht mehr die Regel. Kontoinhaber, die ihr Konto in ein P-Konto umwandeln bzw. dieses eröffnen wollen, sollten tatsächlich kurz vor der Kontopfändung stehen, bevor ein solches Konto eingerichtet wird. Auch rückwirkend ist ein solcher Antrag möglich.

Das bedeutet: Hat Sie bereits ein Pfändungsbeschluss erreicht, können Sie Ihr Konto rückwirkend bis zu vier Wochen auf ein pfändungsgeschütztes Konto umstellen. Sehen Sie sich gezwungen, in nächster Zeit eine solche Umstellung vorzunehmen, ist allerdings keine Eile geboten: Normalerweise erfolgt die Umstellung des Kontos innerhalb von drei Werktagen.

Eine Pfändung trotz P-Konto durch den Gläubiger ist dann nur noch möglich, wenn Sie die oben genannten Freibeträge überschreiten.

22 Gedanken zu „P-Konto für Hartz-IV-Empfänger: Pfändungsschutz für Konten

  1. Eileen

    Hallo ich habe den monat meinen betrag erreicht erwarte jetzt morgen aber mein alg2 da es aber das geld fuer april eigentlich ist habe ich angst das die mir das morgen pfänden weil es noch im monat märz ist.

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    1. hartz4hilfthartz4.de

      Hallo Eileen,

      die Pfändung von Arbeitslosengeld 2 ist laut § 42 des Zweiten Sozialgesetzbuchs normalerweise ausgeschlossen.

      Ihr Team von hartz4hilfthartz4.de

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  2. anonym

    Hallo
    Ich bin Hartz4 Empfänger und meine Bank (sparkasse) hat mein Geld gepfändet ich hatte angespart da ich eine hohe Rechnung bezahlen muß auf dem Konto waren 1146,02 € und abholen durfte ich nur 643,5 €
    wie kann das sein bei einem P.Konto ? Bzw nur exakt den betrag den ich monatlich als Hartz4 überwiesen bekomme

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    1. hartz4hilfthartz4.de

      Hallo,

      wenden Sie sich mit Ihrer Frage bitte an Ihre Bank, um den Sachverhalt zu klären.

      Ihr Team von hartz4hilfthartz4.de

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      1. Anonym

        Beim Bankberater war ich schon , Laut Aussage von dem steht mir nicht mehr als meine Monatliche Hartz4 Leistung zu und die 1070€ Pfändungsfreibetrag würde nicht für Hartz4 Empfänger gelten !

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        1. hartz4hilfthartz4.de

          Hallo,

          normalerweise gilt der Mindestfreibetrag ebenfalls für Empfänger von Sozialhilfe. Kontaktieren Sie hinsichtlich einer Frage am besten einen Anwalt für Sozialrecht, wenn die Auskünfte der Bank nicht ausreichen.

          Ihr Team von hartz4hilfthartz4.de

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  3. Jasmine K.

    Hallo,
    Ich habe eine Pfändung auf meinem p-konto worüber mich die Sparkasse nicht informiert hatte. Ich habe heute eine Nachzahlung vom Jobcenter bekommen (Harz 4) von 1700€ und komme nur an 507€ ran. Dürfen die mir das Geld wirklich wegnehmen welches ich dringend bräuchte?

    Antworten
    1. hartz4hilfthartz4.de

      Hallo Jasmine,

      normalerweise darf Hartz 4 als Sozialleistung nicht gepfändet werden. Bitte wenden Sie sich direkt an Ihre Bank oder das für Sie zuständige Jobcenter, um den Sachverhalt zu klären.

      Ihr Team von hartz4hilfthartz4.de

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      1. Gerda S.

        Hallo.
        Ich bekomme eine Kindergeld-Nachzahlung für 2 Kinder für 3 Monate von 1140€ auf mein P-Konto.Da ich mit der Nachzahlung in diesem Monat meine Pfändungsgrenze überschreite bleibt mir die Frage ob ich die Kindergeldkasse um eine schriftliche Freistellung dieses Geldes bitten kann und muss.
        Für ihre Antwort möchte ich mich schon einmal in voraus bedanken.

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        1. hartz4hilfthartz4.de

          Hallo Gerda,

          Sie sollten Ihre Bank darum bitten, einen einmaligen Freibetrag festzusetzen. Wenden Sie sich im Zweifelsfall an eine Beratungsstelle oder einen Anwalt.

          Ihr Team von hartz4hilfthartz4.de

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  4. Christian H.

    Hallo, mein Konto wurde eingefroren aufgrund einer Kontopfändung.
    Ich wollte fragen ob ich irgendwie an mein ALG 2 kommen kann das am 30.06.17 kommt.
    Dankeschön.

    Antworten
    1. hartz4hilfthartz4.de

      Hallo Christian,

      vier Wochen nach der Pfändung kann das Girokonto noch in ein P-Konto umgewandelt werden. Ein P-Konto ist pfändungsfrei, sodass Sie ohne Probleme an Ihr ALG 2 kommen müssten.

      Ihr Team von hartz4hilfthartz4.de

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  5. ingeborg

    Hallo
    Ich habe ein p Konto, auf dieses kommt nur das Wohngeld (712)
    Jetzt erhalte ich aber in diesem Monat vom Landkreis d. Leistung für schulbefarf der Kinder (420€ für 6 Kinder) kann ich das, auch wenn eine Pfändung eintritt, von meiner Bank abholen?
    Vielen dank

    Antworten
    1. hartz4hilfthartz4.de

      Hallo Ingeborg,

      wird das Konto gepfändet, sind Transaktionen hierüber in der Regel vorerst nicht mehr möglich.

      Ihr Team von hartz4hilfthartz4.de

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  6. Janina

    Hallo ich bekomme alg 2 für meine tochter 3 und mich. Jetzt kam das geld vom 1.4.2017 bis zum 1.7.2017 in einer husche. Da auf meinem P konto auch die ach so verhasste pfändung ist wurde der betrag der die nachzahlung für meine Miete war sichergestellt bis auf den betrag 1133,80 und ich wurde von konfuzios zu pilatus geschickt und keiner sei für die bescheinigung der einmal Aussetzung/frei betrags erhöhung zu ständig. Das gericht sagt es.sind ja keine öffentlichen gelder die gepfändet werden sollen.die.schulden.beratung sagt ich muss.zum gericht die arge genau so meine bank sagt cest la vie gehen sie.zur.caritas und die.schickt.mich erneut zur skm (schuldenberatung). Was muss ich denn jetzt genau machen.

    Ich habe meinen Alg 2 Antrag zur hand wo aber nicht der komplette betrag der nachzahlung drauf steht sondern nur welchen monatlichen beitrag ich/wir zu
    Gesprochen bekommen haben.

    Antworten
    1. hartz4hilfthartz4.de

      Hallo Janina,

      das LG Koblenz (Az. VE 15, 45) und das LG Berlin (Az. VE 14, 168) haben in diesem Zusammenhang entschieden, dass der geschützte Betrag auf dem P-Konto nur das Geld betrifft, welches tatsächlich für den Lebensunterhalt benötigt wird. Bei einer einmaligen hohen Nachzahlung ist dies allerdings nicht der Fall. Der Pfändungsschutz gilt in diesem Fall also nicht.

      Ihr Team von hartz4hilfthartz4.de

      Antworten
  7. Rylanja

    Hallo ich habe hartz 4 beantragt und habe jetzt den Bescheid bekommen das ich die nachzahlungen von Juni und Juli mit dem Geld von August bekomme. Da ich ein p konto habe habe ich ja nur einen verfügungsrahmen von 1073 Euro (was mir mit einem kind schon komisch vorkommt aber die Bank meint wäre alles rechtens)
    Jetzt meine Frage wenn ich den Bescheid zur Bank bringe und dem schabearbeiter vorzeige kann ich dann über das ganze Geld verfügen weil es ja Zahlungen sind von Juni und Juli und ich in diesen Monaten kein Geld bekommen habe ?
    Auf dem p-Konto sind leider auch pfändungen :/

    LG

    Antworten
    1. hartz4hilfthartz4.de

      Hallo Rylanja,

      für eine Person mit einem unterhaltspflichtigen Kind in der Bedarfsgemeinschaft beträgt der Freibetrag 1.416,11 Euro. Das Geld, was Sie darüberhinaus erhalten, kann gepfändet werden.

      Ihr Team von hartz4hilfthartz4.de

      Antworten
  8. Gefolteter

    Hallo!

    Ich habe in den letzten Monaten 1.200 € Grundsicherung erhalten, – etwa 800 € Miete zzgl Nebenk. und 404 € Grundsicherung – habe aber ebenfalls seit Monaten eine völlig ungülige und unzulässige Kontopfändung auf meinen Konto liegen, weil das Amtsgericht seit vielen Monaten über meine Rechtsmitteln (Erinnerungen), trotz Verzögerungsrüge nicht entscheidet. Anträge auf einstweilige Anordungen werden bislang ignoriert etc.

    Um mich gegen die Pfändung zu schützen, habe ich ein P-Konto eingerichtet und nach einigen hin und her mit den Jobcenter und mit dem Verweis auf BGH Beschluss, VII ZB 74/11, Kopie meines ALG II Bescheides und §42 SGB II hat meine Bank die Auszahlung dann der in der vollen Höhe vorgenommen.

    Am 1.Jul 2017 wurde die der Freibetrag auf 1133 € als pfändungsfrei erhöht und auf einmal konnte ich im Online-Banking nicht über die volle Summe verfügen., sondern nur bis zum Freibetrag. Worauf ich wieder zu meiner Bank und dort aber andere Mitarbeiter sitzen hatte, die stur darauf bestehen, dass ich als ALG II Empfänger auch nur über 1133 € vefügen kann. Meine Verweis auf die oben aufgeführten Zusammenhänge waren denen egal, ich kann über meinem Guthaben nicht verfügen.überwiesen ist es an das Amtsgericht noch nicht. Ich hatte denen noch mal ein fettes Beschwerdefax geschickt, aber keine Änderung.

    Also muss ich wieder über das schneckenlangsme Gericht gehen,? oder erst Abmahmen und dann einstweilige Verfügung? – Was macht man da? – Das Problem ist, dass das Amtsgericht nicht mehr in der Lage zu seinen scheint, seinen Rechtsgeschäften nachzukommen. – Jeden Monat 70 € weniger tunen richtig i.M. reichtig weh und das völlig unschuldig!

    Über Tipps wäre ich dankbar.

    Antworten
    1. hartz4hilfthartz4.de

      Hallo,

      als Alleinstehender steht Ihnen ein Freibetrag von 1133 Euro auf dem P-Konto zu. In Ihrem Fall kann der Gang zu einem Anwalt Sinn machen. Dieser erläutert Ihnen, wie Sie am besten weiterhin vorgehen können.

      Ihr Team von hartz4hilfthartz4.de

      Antworten
  9. Irmgard

    Hallo..
    bei mir will irgendein Unternehmen seit Dezember 2015 einen Betrag i. H. von fast 500€ haben. Wer das ist weiß ich nicht, meine Bank will oder darf es mir nicht sagen. Natürlich habe ich ein P- Konto, aber wegen diesen Pfändungen will meine Bank den Dauerauftrag für die Miete nie ausführen. So bin ich gezwungen diesen Betrag stets abzuheben. Allerdings ist das auch immer mit Angst verbunden, denn es ist schon mal vorgekommen, dass ich nicht den Betrag abheben konnte, der sich auf meinem Konto befand. Und was hat es mit diesem Freibetrag zu tun? Ich bekomme für mein erwachsendes Kind und für mich mal gerade 861€ auf mein Konto, davon muss ich neben Miete natürlich auch Strom etc bezahlen. Mein Konto überziehen kann und darf ich natürlich nicht. Nicht mal mit 10€.

    Antworten
    1. hartz4hilfthartz4.de

      Hallo Irmgard,

      der Freibetrag bezieht sich auf die Summe, die nicht gepfändet werden darf. Sie und Ihr unterhaltspflichtiges Kind haben einen Freibetrag von 1.560,51 Euro. Nur darüberliegende Geldsummen dürfen gepfändet werden.

      Ihr Team von hartz4hilfthartz4.de

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