Verhütung per Dreimonatsspritze: Kostenlose Verhütungsspritze für Hartz-IV-Empfänger?

In der Bedürfnispyramide des US-amerikanischen Psychologen ist das Sicherheitsbedürfnis auf dem zweiten Platz zu finden und übersteigt somit sogar die sozialen Bedürfnisse der Menschen. Sicherheit ist auch beim Geschlechtsverkehr ein zentrales Thema, wenn keine Schwangerschaft angestrebt wird. Bekommen Hartz-IV-Empfänger Verhütungsmittel (beispielsweise durch Spritze) bezahlt?

Die Verhütung per 3-Monats-Spritze gilt als zuverlässiges Verfahren. Bekommen Hartz-IV-Empfänger diese bezahlt?

Die Verhütung per 3-Monats-Spritze gilt als zuverlässiges Verfahren. Bekommen Hartz-IV-Empfänger diese bezahlt?

Mittel, die vor einer Schwangerschaft schützen sollen, gibt es einige. Als erstes kommt einem da wohl die Pille in den Sinn. Doch auch eine Spritze kann für Verhütung sorgen: die sogenannte „Dreimonatsspritze“.

Wie genau diese Spritze gegen Schwangerschaft helfen bzw. diese verhindern soll und ob die Kosten für die Dreimonatsspritze für ALG-2-Beziehende durch das Jobcenter übernommen werden, erfahren Sie im nachfolgenden Ratgeber.

Hormonspritze zur Verhütung: Wie geht das überhaupt?

Klassische Mittel der Empfängnisverhütung sind Kondome oder die Anti-Baby-Pille. Bei letzterer kann die Wirkung allerdings durch verschiedene Faktoren gemindert werden. Beispiele sind Durchfall oder Antibiotika, die sich mit dem Verhütungsmittel nicht vertragen.

Von diesen Komplikationen ist die Dreimonatsspritze weitgehend ausgenommen. Hierbei werden der Frau in den Gesäß- oder Deltamuskel Hormone gespritzt, die den Eisprung verhindern sollen. Der Hormonzyklus ist dadurch derart manipuliert, dass eine Schwangerschaft nur etwa bei einer von 1.200 Frauen mit der Dreimonatsspritze zu beklagen ist.

Die Dreimonatsspritze (auch Anti-Baby-Spritze genannt) gilt als sehr zuverlässiges Verhütungsmittel.

Bekommen Hartz-IV-Empfänger die Dreimonatsspritze kostenlos?

Die Dreimonatsspritze muss meist aus eigenen Mitteln finanziert werden.

Die Dreimonatsspritze muss meist aus eigenen Mitteln finanziert werden.

Ein Recht auf eine Kostenübernahme für Verhütungsmittel bei Empfängern von Sozialleistungen besteht nicht. Daher kann ein entsprechender Anspruch gegenüber dem Jobcenter nicht geltend gemacht werden.

Einige Regionen bieten jedoch eine freiwillige Kostenübernahme an. So ist es in Hannover beispielsweise möglich, die Dreimonatsspritze oder andere Verhütungsmittel (Spirale, Hormonimplantat etc.) als Bedarf anerkennen und die Kosten übernehmen zu lassen.

Um diese zusätzlichen Leistungen zur Verhütung in Anspruch nehmen zu können, sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Sie sind älter als 20 Jahre,
  • wohnhaft in der Region Hannover und
  • erhalten Leistungen vom Jobcenter
Wichtig: Bei dieser freiwilligen Leistung in der Region Hannover werden allerdings keine Kosten für Kondome, Schaumtabletten, Cremes, Portiokappen oder Diaphragmen übernommen.

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