Urlaubsgenehmigung: Gilt eine Frist für Hartz-4-Empfänger oder Aufstocker?

Auch Hartz-4-Empfänger haben die Möglichkeit, Urlaub zu beantragen. Dazu muss ein entsprechender Antrag beim zuständigen Jobcenter gestellt werden. Grundsätzlich besteht ein Anspruch von maximal 21 Tagen. In besonderen Einzelfällen kann dieser auf bis zu sechs Wochen ausgedehnt werden.

Müssen Hartz-4-Empfänger bei der Urlaubsgenehmigung eine entsprechende Frist beachten? Mehr dazu lesen Sie im folgenden Ratgeber.

Müssen Hartz-4-Empfänger bei der Urlaubsgenehmigung eine entsprechende Frist beachten? Mehr dazu lesen Sie im folgenden Ratgeber.

Aber gilt für die Urlaubsgenehmigung auch eine Frist? Müssen Leistungsberechtigte den Urlaubsantrag innerhalb eines bestimmten Zeitraums einreichen? Welche Besonderheiten gelten für Aufstocker? Mehr dazu lesen Sie im folgenden Ratgeber.

Kurz & bündig: Das Wichtigste zur Urlaubsgenehmigung und der Frist

  1. Wollen Hartz-4-Empfänger Urlaub einreichen, gilt für die Urlaubsgenehmigung keine spezielle Frist.
  2. Meistens kann ein Antrag auf Ortsabwesenheit allerdings erst kurzfristig beantwortet werden, da mögliche Eingliederungen in Arbeit ausgeschlossen werden müssen.
  3. Aufstocker müssen Ihren Urlaub nicht nur beim Arbeitgeber, sondern zusätzlich auch beim Jobcenter genehmigen lassen. Andernfalls drohen Sanktionen wie eine Kürzung oder Streichung der Leistungen.


Urlaubsgenehmigung: Welche Frist gilt für Leistungsberechtigte einzuhalten?

Aufstocker müssen zudem die Frist für die Urlaubsgenehmigung durch den Arbeitgeber beachten.

Aufstocker müssen zudem die Frist für die Urlaubsgenehmigung durch den Arbeitgeber beachten.

Grundsätzlich haben Hartz-4-Empfänger die Möglichkeit, Urlaub beim Jobcenter zu beantragen. Insgesamt können 21 Tage Urlaub am Stück genommen werden. Diese werden in der Regel bewilligt, wenn dem Ziel des Jobcenters, eine Eingliederung in Arbeit zu erreichen, nichts im Wege steht.

Dementsprechend müssen Hartz-4-Empfänger sich fristgerecht darum kümmern, einen Antrag auf ihren Urlaub zu stellen. Für die Urlaubsgenehmigung gilt eine Frist von ca. einer Woche bis zehn Tage. Längerfristig kann das Jobcenter die Ortsabwesenheit in der Regel nicht bewilligen, da im Vorfeld geprüft werden muss, ob der Urlaub der Eingliederung in Arbeit im Wege stehen würde.

Um eine Urlaubsgenehmigung innerhalb der Frist zu erhalten, müssen Sie ca. eine Woche vor Beginn Ihrer Ortsabwesenheit einen Antrag beim Jobcenter stellen. Dieser kann schriftlich formlos eingereicht werden. Auch eine Beantragung über das Internet ist bei der Agentur für Arbeit möglich.

Kurz vor der geplanten Reise muss das Jobcenter Ihnen mitteilen, ob sie die Ortsabwesenheit bewilligen oder nicht. Wird der Urlaub nicht genehmigt, dürfen Sie sich nicht außerhalb des orts- und zeitnahen Bereiches aufhalten. Tun Sie dies doch, können Sanktionen drohen und Ihnen Leistungen gestrichen werden.

Frist für die Urlaubsgenehmigung durch den Arbeitgeber

Beim Jobcenter gilt eine ca. einwöchige Frist für die Urlaubsgenehmigung.

Beim Jobcenter gilt eine ca. einwöchige Frist für die Urlaubsgenehmigung.

Sind Sie Aufstocker, ist für Sie vor allem eine Urlaubsgenehmigung des Arbeitgebers entscheidend. Wenn Sie auf Minijob-Basis arbeiten oder eine Teilzeitbeschäftigung haben, haben Sie zudem einen Urlaubsanspruch bei Ihrer Arbeitsstelle. Besonders in größeren Unternehmen kann es eine Weile dauern, bis der Urlaubsantrag genehmigt wird.

Für die Urlaubsgenehmigung gilt eine Frist von ca. einem Monat. Anschließend sollte Ihr Arbeitgeber Ihnen mitteilen, ob Sie den Urlaub bewilligt bekommen oder nicht. Sobald der Urlaub allerdings genehmigt ist, kann die Firma diesen nicht ohne Grund verweigern. Dies ist nur in absoluten Notsituationen – beispielsweise bei einer drohenden Insolvenz – möglich.

Übrigens: Auch für Aufstocker gilt beim Jobcenter für die Urlaubsgenehmigung eine entsprechende Frist. Leistungsberechtigte, die ihr Einkommen mit ALG 2 aufstocken, müssen die Ortsabwesenheit auch beim zuständigen Jobcenter bewilligen lassen. Dies geht aus einem Urteil des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen vom 3. April 2013 [Az. L 19 AS 330/13 B] hervor. Andernfalls können auch hier Sanktionen drohen.

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